Aktuelle Berichte

15.04.2019
Dr. Hanns Schulz-Mirbach

Saison paradox

Zwei Drittel der Saison 2019 sind in der Bezirksliga A der HMM 2019 gespielt. Die Tabelle nach der Runde 6 ist Zeugnis für eine Saison paradox.

Rang  MannschaftDWZ12345678910B.PunkteM.Punkte
1  HSK 12  1705 4    2    6 ½ 5    6       5 ½29   9
2  HSK 11  1788 4       6    5    4 ½ 5    3 ½28   9
3  Königsspringer 4  1651 6     5    4 ½  3 ½  3 ½ 3   25 ½6
4  SKJE 3  1864 1 ½  3    3 ½  4 ½ 5 ½ 6 ½ 24 ½6
5  Fischbek 2  1791 3     3 ½ 4 ½ 3     5    4 ½ 23 ½6
6  HSK 10  1654 2    2      5    4 ½  2 ½ 5   21   6
7  Weiße Dame 2  1738  3    4 ½ 3 ½  3 ½ 4     6   24 ½5
8  Altona/Finkenwerder  1702  3 ½  2 ½ 3     4    6    5   24   5
9  Marmstorf 3  1721  3    4 ½ 1 ½ 3 ½ 5 ½  2    20   4
10  HSG/BUE  1835 2 ½ 4 ½ 5      3    2    3    20   4


Die neu formierte Mannschaft HSK 12 (unter der erfahrenen Leitung von Johann Sander) steht an der Spitze der Tabelle. Auf Platz 2 folgt bereits die legendäre Elfte , die sich damit drei Runden vor Saisonende mit drei Punkten Vorsprung auf das Verfolgerfeld „vom Aufstieg bedroht“ sieht. Die Überraschung der Saison ist der Team Königsspringer IV. Mit dem niedrigsten DWZ Durchschnitt auf dem letzten Platz der Startaufstellung hat sich das Team auf Platz 4 vorgespielt und dabei auch den Tabellenführer HSK 12 deutlich schlagen können. Die Elfte will das in dem noch ausstehenden Spiel gegen Königsspringer IV natürlich besser machen. Eine weitere dicke Überraschung ist der letzte Platz der HSG/BUE. Der Verein wird sich zum Ende der Saison auflösen und das Team gibt damit in dieser Saison seine Abschiedsvorstellung.
Ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf zeigt, daß die Elfte in dieser Saison bisher reichlich Fortune hatte. In der ersten Runde gab es eine Premiere. Erstmalig wurde für die legendäre Elfte ein Ersatzspieler aus dem Ausland eingeflogen. Der in Usbekistan stationierte Oliver Leube kam nach Hamburg und konnte damit in der ersten Runde gegen Altona/Finkenwerder ans Brett gehen. Der Kampf konnte nur knapp gewonnen werden, obwohl Altona ein Brett frei ließ. Nach der Runde bekam der Autor von HSK Schachwart Dr. Helge Hedden eine strenge Ermahnung wegen unzureichender Verwertung des großen Vorteils in der Partie (die dann Remis endete).

Oliver Leube: Der Ersatzmann aus Usbekistan
Oliver Leube: Der Ersatzmann aus Usbekistan


In Runde 2 gab einen hohen Sieg gegen HSK 10. Hier zeigten sich erstmalig die im weiteren Verlauf der Saison sich verstärkenden Aufstellungsprobleme. Der auf einem Stammplatz aufgestellte Robert Suntrup kann wegen beruflicher Gründe Freitags nur sehr unregelmäßig spielen; dafür wurde erstmalig der HSK 11 Stammreservist Johannes Petersen eingesetzt. In Runde 3 gab es ein umkämpftes Remis gegen die Brudermannschaft HSK 12. Der Autor verlor sang- und klanglos gegen Valentin Genov während der in dieser Saison in herausragender Form spielende Isja Schwarzman gegen Jean Lois Sander gewinnen konnte. Die restlichen Partien endeten alle Remis.

Isja Schwarzman: Spielt in herausragender Form
Isja Schwarzman: Spielt in herausragender Form


In Runde 4 gab es eine knappe (und vermeidbare) Niederlage gegen die HSG/BUE. HSK Schachwart Dr. Helge Hedden konnte dabei IM Christian Joecks ein Remis abnehmen. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison musste Johannes Petersen eingesetzt werden. Er steuerte einen Sieg bei.

Helge Hedden: Erfolgreich an Brett 1 der legendären Elften
Helge Hedden: Erfolgreich an Brett 1 der legendären Elften


In der fünften Runde musste die Elfte erstmalig in dieser Saison zu einem Auswärtsspiel reisen. Bei Weisse Dame II gab einen 5-3 Sieg, der allerdings zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Durch die Siege der „Zange“ an den Bretten 1 und 2 (Helge Hedden, Rolf Puster) sowie 7 und 8 (Leon Tscherepanov, Johannes Petersen) sowie dem Gewinn von Isja Schwarzman wurde der Erfolg sichergestellt. Dies war bereits der dritte Einsatz von Johannes Petersen, der damit in dieser Saison nicht mehr startberechtigt ist.

Johannes Petersen: Eine verlässliche Stütze der Elften
Johannes Petersen: Eine verlässliche Stütze der Elften


In der sechsten Runde hatten wir die dritte Mannschaft von Marmstorf zu Gast. Ich vollbrachte die Glanzleistung mich bereits im neunten Zug im Budapester Gambit von meinem Gegner mattsetzen zu lassen. Aber der Rest der Elften machte es besser (mit Gewinnen von Rolf Puster, Isja Schwarzman und Tofik Badalov) und wir konnten einen klaren Sieg einfahren.

Tofik Badalov: Einer der Erfolgsgaranten für die legendäre Elfte
Tofik Badalov: Einer der Erfolgsgaranten für die legendäre Elfte


In den noch ausstehenden drei Runden hat die Elfte ein schweres Restprogramm gegen die Mannschaften auf den Plätzen drei bis fünf der aktuellen Tabelle. Insbesondere das Spiel gegen die Nr. 1 der Startrangliste (SKJE III) wird schwer. Da wir keine Ersatzspieler mehr zur Verfügung haben, muß die Stammmannschaft die restlichen Begegnungen bestreiten. Wir werden sehen, wie das Team mit diesem Druck und dem „drohenden Aufstieg“ umgehen wird.


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