Aktuelle Berichte

11.05.2006
Kurt Kahrsch

Mannschaftskampf HSK 11 - Königsspringer 6 am 21.04.2006

Es fanden an diesem Abend 3 Mannschaftskämpfe statt. Damit ich mir noch aussuchen konnte, wo die "Elfte" spielt, traf ich bereits um 18.15h beim Klub ein und hatte noch die "freie" Auswahl. Nach kurzer überlegung besetzte ich unsere "Stammplätze". Das Spielmaterial wurde aufgebaut und mit den eintreffenden Spielern meiner Mannschaft wurde nur über die Höhe unseres Gewinns (Rache für den letzten Kampf bei Königsspringer 5??) gesprochen. Da jugendliche Spieler in der Mannschaft von Königsspringer antraten, deren Spielstärke man nicht einschätzen konnte, mahnte ich zur Vorsicht. - Die Mannschaftskämpfe wurden pünktlich um 19.00h durch Howi freigegeben.
Von links nach rechts: Udo, Christoph, Helge, Rolf
Von links nach rechts: Udo, Christoph, Helge, Rolf
Am Spitzenbrett eröffnete Rolf gegen G. Schierholz wieder mit Caro-Cann. Zwischen den beiden Kontrahenten kam es schnell zu einem verbissenen Feit. Rolf geriet etwas unter Druck. Doch durch einen feinen Damenzug befreite er sich und startete einen Gegenangriff.
Helge zog d5 und sein erfahrener Gegner erwiderte mit Sf6. Nach beiderseitiger Rochade konnte Helge einen wichtigen Bauern gewinnen. Am dritten Brett traf Christoph auf O. Rueckle, der mit d4 begann. Hierauf zog Christoph Sf6. Nach Figurenabtausch drohte für mich der Bauer e6 schwach zu werden, so dass sich Christoph sehr intensiv um die Verteidigung kümmern musste. Der "Weiße" verstärkte den Druck noch und setzte seine Mittelbauern in Bewegung.
Udo versuchte gleich das Zentrum zu besetzen. Sein jugendlicher Gegner spielte schnell und versuchte sich dann ebenfalls im Zentrum zu behaupten. Bei meinem nächsten Rundgang dachte Markus Langmann sehr intensiv über seinen nächsten Zug nach. Diese Pause nutzte Udo, um sich zu stärken. Wieder am Brett, nahm er leider durch einen Springerabtausch Tempo aus seinem Angriff.
An Brett 5 eröffnete Jan Vrana mit e4. Tofik fehlte noch. Er traf ca. 10 Minuten später ein und setzte sich ruhig ans Brett. Wie gewohnt, baute er sich zu Beginn sehr defensiv auf. Die sich am weitesten vorgezogenen Figuren befanden sich auf der sechsten Reihe. Hierdurch verfügte Vrana über Raumvorteile. Doch dann komplettierte Tofik sein Outfit durch sein Leder-Cap. Die Konzentration spiegelte sich dann auch in einer überlegenen Stellung wider.
Reiner setzte in seiner zweiten Partie nach d4 - d5 mit Sf3 fort. Er versuchte sich, wie gewohnt, stark im Zentrum aufzubauen. Jedoch hielt sein Gegner dagegen. Es kam zu einer Knetpartie in der sich beide Kontrahenten nichts schenkten.
Hanns musste ebenfalls gegen einen jugendlichen Spieler antreten. Hanns antwortete auf e4 mit e5. Bei meinem nächsten Rundgang hatte Adrian Lock einen Doppelbauern verpasst bekommen. Er verfügte aber dafür über die halboffene Turmlinie.
Leon, am letzten Brett eröffnete wieder mit c4, e5 und Sc3. er besetzte mit dem c- und d-Bauern das Zentrum. Es entwickelte sich nach kurzer Zeit ein munteres Spiel. Dann grübelte Leon lange an seinem 10. Zug.
Nachdem ich einige Blitzpartien gespielt hatte, war ich auf den weiteren Spielverlauf neugierig.
Christoph kam nicht zur Rochade, doch seine Stellung war stabil und er stand sicherlich etwas besser. Als sein Gegner ihm Remis anbot, nahm er dies an. Um 21.20h stand es ½:½. Doch dann wurden die Damen getauscht und das Angriffsspiel verlor etwas an Kraft. Doch mir war klar, dass er als Endspielstratege die Partie nach Hause schaukeln müsste. So kam es dann auch! Durch diesen vollen Punkt führten wir mit 1 ½:½. An Brett 1 hielt G. Schierholz standhaft dagegen und es kam zur Punkteteilung. Wir führten jetzt mit 2:1. Reiners Partie war ausgelaugt. Sie endete gegen 22.00h mit einem Remis und wir führten mit 2½:1½.
Leider verflüchtigten sich Leons leichte Vorteile. Doch dann schien es mir, als wäre eine Kombination nicht richtig durchgerechnet worden zu sein. Es drohte Bauern- oder sogar Figurenverlust. Leon zwang seinen Gegner zum Tausch des starken Verteidigungsläufers und dadurch konnte er einen starken Bauern auf f6 platzieren. Doch allmählich wurde f6 schwach und drohte, verloren zu gehen. Doch zu meinem Entsetzen stellte Leon einzügig eine Figur weg und es stand 2 ½:2 ½.
Nach einer haarsträubenden typischen Tofik-Partie - es drohte natürlich wieder das Zeitfallbeil - gab Jan Vrana die Partie verloren. Es stand jetzt 3½: 2½ .
Auch Udo stand beim nächsten Hinsehen wieder positiv. Doch dies dauerte nicht lange an und es drohte der Einschlag auf h7. Nach Abtausch der Damen, der Leichtfiguren und je eines Turms behielt Udo 3 und sein Gegner 4 Bauern (hiervon allerdings 2 Doppelbauern). Durch ein nicht korrekt geführtes Endspiel endete diese Partie ebenfalls remis.
Wir hatten schon einen Mannschaftspunkt sicher und die Entscheidung lag nun bei Hanns. Hanns musste sich gegen ein leichtes übergewicht seitens seines Gegners wehren. Er analysierte die Stellung sehr genau, um nicht in materielle Nachteile zu gelangen. Nach einiger Zeit hatte Hanns sich die Qualität erkämpft (Turm gegen Springer). Um 23.35h erhielt Hanns ein Remis-Angebot. Da wir mit 4:3 vorne lagen, nahm er es an und das Endergebnis lautete 4 ½: 3½ für uns.
Mit diesen beiden Mannschaftspunkten sollten wir aller Abstiegssorgen ledig sein, so dass wir in der nächsten Runde frei gegen SKJE aufspielen können - oder??!!


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