Aktuelle Berichte

19.05.2006
Kurt Kahrsch

SKJE 4 - HSK 11 am 12.05.2006

In der 7. Runde verschlug es uns ins Wilhelm-Gymnasium, um gegen die vierte Mannschaft des SKJE anzutreten. Meine Spieler, bis auf Tofik, trafen rechtzeitig am Spielort ein. Mit leichter Verzögerung wurden die Uhren nach der Begrüßung durch Volker Roepke freigegeben. Auch Udo kam gegen 19.15h zur moralischen Unterstützung.
Rolfs Partie am ersten Brett entwickelte sich zu einer Knetpartie. Es gab 3 offene Linien. Marco Claas (DWZ 1912) kontrollierte das Zentrum mit einem sehr flexiblen Springer.
Bei Helges Partie wurden gleich die c-, d- und e-Bauern getauscht. Auch die Damen und Leichtfiguren wurden ebenfalls abgetauscht und es kam schnell zum Turmendspiel mit je 5 Bauern.
Christoph Bohn (DWZ 1779) gegen Hauke Knop (DWZ 1783)
Christoph Bohn (DWZ 1779) gegen Hauke Knop (DWZ 1783)
Am dritten Brett erarbeitete sich Christoph gegen Hauke Knop eine überlegene Stellung, die wahrscheinlich auch gewonnen war. Oliver, nach einigen Wochen Krankheit, war in guter Spiellaune. Er besaß zwei Läufer für einen Turm und Doppelbauern.
Zum Glück spielte Tofik, der sich wieder 5 Minuten nach Spielbeginn ans Brett setzte, wie gewohnt stark. Er verzichtete vorerst auf die Rochade. Nachdem sein Gegner kurz rochiert hatte, startete er einen Königsangriff. Seinen König brachte er erst nach 2 Stunden Spielzeit durch die lange Roche in Sicherheit. Am sechsten Brett rochierten Hanns und Fahrs nicht. Das Material wurde auch hier schnell abgetauscht und es kam zum Turmendspiel. Hanns besaß einen Springer, während sein Gegner noch den schwarzfeldrigen Läufer auf dem Brett hatte. Leon neben ihm hatte sich wieder ein optisches übergewicht erarbeitet. Sein Gegner Krebühl gestaltete die Partie aber offen. Dann drohte Leon mit einem Matt. Leider schlug dieser Angriff nicht durch und er verlor hierbei eine Leichtfigur.
Julius Von Kügelgen (DWZ 1148) gegen Kurt Kahrsch  (DWZ 1582)
Julius Von Kügelgen (DWZ 1148) gegen Kurt Kahrsch (DWZ 1582)
Wenn man sich schon ans Brett setzt. Es ist keine Ausrede, dass meine Partie bis zum ersten Donnergrollen ausgeglichen oder sogar positiv für mich stand. Dann erhielt ich von meinem jugendlichen Gegner ein Remisangebot, das ich nach eingehender überlegung ausschlug. Meine Partie kippte, da ich es leider fertig brachte, jeden schlechten Zug nach dem Remisangebot zu finden. Nach gut 2 ½ Stunden gab ich die Partie auf und wir liefen einem Rückstand hinterher.
Bei meinem nächsten Rundgang hatte Tofik eine Leichtfigur mehr. Nach einer schönen Kombination stellte sein Gegner noch einen Turm ein und mein Patzer war ausgeglichen (1:1). Durch einen Turmtausch gewannen Rolfs Figuren plötzlich an Kraft und er konnte einen Spiel entscheidenden Bauern und dadurch das Spiel gewinnen. 10 Minuten nach Tofiks Sieg führten wir durch Rolfs Kontersieg mit 2:1. Auch bei Oliver kam es zur Entscheidung. Nach gefährlichen Läuferzügen und hieraus resultierendem Bauerngewinn hatte sein Gegner Steinbrecher (DWZ 1489) nichts mehr dagegen zu setzten. Er hatte ein Einsehen und wir führten trotz meiner furchtbaren Patz-Partie zwischenzeitlich mit 3:1.
Christophs Partie wurde unübersichtlich. Beide Kontrahenten besaßen nur noch den weißfeldrigen Läufer und Bauern. Für mich stand Christoph eindeutig besser, aber jetzt hieß es, hieraus einen Sieg einzufahren.
Dann überschlugen sich die Ereignisse. Leons Gegner zwang ihn, die Türme zu tauschen, so dass er mit einer Leichtfigur weniger aufgab. Gott sei Dank kam Rolf im gleichen Moment und meldete Christophs Sieg. Somit stand es 4:2. Aus den beiden laufenden Partien (Helge am zweiten und Hanns am sechsten Brett) benötigten wir auf jeden Fall noch ein Remis, um den Mannschaftskampf zu unseren Gunsten ausgeben zu lassen.
Hanns verlor leider die Qualität und auch Helge kam meiner Meinung etwas unter Druck, obwohl er die Partie jederzeit kontrollierte. Sollte sich mein ausgeschlagenes Remisangebot jetzt rächen und wir nur ein 4:4 erreichen? Es wurde aber noch weiter gefightet.
Helge Hedden (DWZ 1981) gegen Christian Harfmann  (DWZ 1702)
Helge Hedden (DWZ 1981) gegen Christian Harfmann (DWZ 1702)
Hanns wurde leider immer mehr in die Enge getrieben. Er kam dadurch in Zugzwang. Am zweiten Brett strahlte Helge dagegen große Zuversicht aus. Gegen 23.20h gab Hanns aufgrund eines Turmmanövers, das zum Bauernverlust führte, auf. Jetzt hing alles von Helge ab. Um 23.35h hatte er einen Bauern gewonnen. Sein Gegner versuchte aber noch, auf Remis zu spielen. Doch die Zeit: während Helges Uhr noch 25 Minuten anzeigte, musste Christian Harfmann mit 5 Minuten auskommen. Nach einem weiteren Turmangriff, es drohte weiterer Bauernverlust, gab Helges Gegner auf.
Das Endergebnis lautet somit 5:3 für uns. Wir haben nun 10 Mannschaftspunkte auf dem Konto und können den beiden ausstehenden Mannschaftskämpfen gelassen entgegen sehen. Bei unserem anschließenden Aufenthalt im "Woodpacker" haben wir dies noch kräftig untermauert und auch Helges Partie wurde nochmals eingehend analysiert.


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