Aktuelle Berichte

21.06.2009
Kurt Kahrsch

HSK 11 – SKJE 4 am 12.06.2009

Autor: Kurt Kahrsch
Autor: Kurt Kahrsch
Gegen 18.20 traf ich bei etwas stürmischem Wetter im Klub ein und konnte mir noch in Ruhe aussuchen, wo wir im Turniersaal gegen SKJE antreten, da 2 weitere Kämpfe stattfanden. Allmählich füllte sich der Raum mit gegnerischen Mannschaften aber HSK 11 ließ sich etwas Zeit. Um 19.02 wurden sämtliche Partien freigegeben. Bis meine Mannschaft vollständig war, zeigte die Uhr bereits 19.07.
Am ersten Brett kam es zwischen A. Soltau und Johannes auf beiden Seiten zu einem starken Aufbau in der b-Linie. Die Schwerfiguren wurden getauscht, es blieben jeweils 1 Springer und der weißfeldrige Läufer auf dem Brett. Hierbei hatte sich Johannes einen starken Freibauern in c-Linie erkämpft. Auch der König wurde schon in Richtung Zentrum in Bewegung gesetzt zur Unterstützung des Freibauern. Bei Rolf am 2. Brett sah es nach einem Remis aus. Doch wer seine Endspielstärke kennt, kann mit Allem rechnen.
Christoph opferte in der Eröffnung einen Bauern für einen guten Angriff. Aber sein Gegner gewann durch Figurenabtausch weitere Bauern und das 3. Brett drohte verloren zu gehen, denn Christophs König musste diverse Schachs in der 7. und 6. Reihe über sich ergehen lassen. Marco Claas drohte mit Matt und um diesem zu entgehen, grübelte Christoph sehr lange über jeden seiner Züge nach.
Zu Brett 4 ist zu bemerken, dass Oliver gegen Hauke Knop (im Rollstuhl) nach einigen Tischumbauten im Parterre spielte. Er hatte sich mit weiß eine sehr gute Position erarbeitet und wirkte sehr gelassen, trotz abgelegter Klausuren.
Bei Leon (Brett 5) waren bereits die meisten Figuren getauscht und er besaß einen Turm und Springer gegen 2 Läufer, die aber nicht besonders beweglich waren. Tobias Sossidi besaß zwar einen Mehrbauern für die Qualität, aber dieser wurde schnell abkassiert.
Bei meinen Rundgängen musste ich mir um die Partien, bis auf Tofiks (6. Brett), keine Sorgen machen. Die Damen waren zwar bereits getauscht, aber der König befand sich mitten im Verteidigungskampf.
Hanns, neben mir sitzend, spielte mit den schwarzen Steinen gewohnt souverän. Er startete einige Gegenangriffe, so dass mir die Stellung ausgeglichen erschien oder Hanns sogar über leichte Vorteile verfügte.
Meine Partie an 8 habe ich wohl etwas verschlafen, da mein Kontrahent Luther anfänglich Raum- und Spielvorteile besaß. Doch mit zunehmender Spieldauer konnte ich diese Nachteile wettmachen und ich akzeptierte das mir angebotene Remis, obwohl ich mir leichte Vorteile erkämpft hatte = ½:½. Leider fiel dann kurz darauf bei Tofik die 2. Entscheidung des Abends zu unseren Ungunsten. Sein Gegner Steinbrecher zwang Tofiks König nach starkem Angriffsspiel zur Deckung des weißfeldrigen Läufers ins Mittelfeld, obwohl sich noch die meisten Figuren auf dem Brett befanden (die Damen waren bereits getauscht worden). SKJE führte jetzt mit einem Punkt.
Gegen 22.05 kam Oliver mit einer Siegesnachricht in den Turniersaal. Kurz darauf hatte auch Leons Gegner ein Einsehen und gab auf, somit führten wir 2½ : 1½. (Leon ist auf jeden Fall unser Topscorer mit 7 Punkten aus 8 Spielen.)
Es liefen noch die beiden Partien von Rolf und Christoph.
Es liefen noch die beiden Partien von Rolf und Christoph.


Doch bei meinem nächsten Rundgang hatte sich das Bild bei Hanns total geändert, denn er lief in eine gefährliche Springergabel. Dann drang ein weißer Turm auf der 7. Reihe ein und im nächsten Zug schlug er mit Schach auf g7. Sofern Hanns den Turm genommen hätte, würde der Springer ein Schach mit Damenverlust geben. Hier zog es Hanns vor, sich dieses nicht mehr zeigen zu lassen. Johannes hatte mittlerweile einen weiteren Freibauern gewonnen. Er verfügte somit einen Freibauern in der c- und a-Linie. Mit diesen beiden Bauern spulte er dann das gewonnene Endspiel mit seiner ganzen Erfahrung herunter.
Es liefen noch die beiden Partien von Rolf und Christoph. Rolfs Partie sah immer noch remis-verdächtig aus. Bei Christoph, der über 1 nackten König, Schwerfiguren und nur noch über 1 Bauern verfügte, sah sich einer Bauernübermacht gegenüber allerdings hatte sein Gegner 2 Leichtfiguren weniger, die er für Bauern geopfert hatte. Die bange Frage war, würde dies zu einem Remis reichen oder geht Christoph aufgrund des ungeschützten Königs baden? Es kam zum Figurenabtausch, danach verfügte Christoph über 1 Turm und 1 Springer und Claas über 1 Turm und 4 Bauern, wovon einer ein Doppelbauer war.
Links - Marco Claas, rechts - Christoph Bohn
Links - Marco Claas, rechts - Christoph Bohn
Am 2. Brett tat sich Wesentliches. Es kam zum Turmendspiel mit jeweils 1 Turm und Bauern. Rolf hatte 2 verbundene Freibauern, gestützt durch den Turm. Die gegnerischen Versuche, das Spiel noch ausgeglichen gestalten zu können, scheiterten an der soliden Endspielführung mit einem Königszug auf den ungeschützten Turm von Wirtghen. Dadurch drang Rolfs König auf F6 ein mit einer Mattdrohung oder mit dem sofortigen Durchlaufen des G-Bauern. So stand es nun 4½ : 2½. Nachdem bei Christoph und Claas die Uhren eine halbe vorgestellt wurden, setzte Christoph seine Figuren so geschickt ein, dass ihm Claas Remis anbot und gegen 23.30 wurde der Wettkampf mit 5:3 beendet. In der Tabelle rutschten wir auf den zweiten Platz und ich hoffe, dass wir im letzten Spiel gegen Fischbek ebenfalls ein gutes Resultat erzielen werden.


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