Aktuelle Berichte

02.03.2008
Helge Hedden

HPMM 2008: Licht und Schatten

Da war es also wieder so weit: die Hamburger Pokal-Mannschaftsmeisterschaft stand ins Haus und HSK 11 war mit einer Mannschaft vertreten.
Hugo Schulz (Hamburger Schachverband) macht es richtig.
Hugo Schulz (Hamburger Schachverband) macht es richtig.
Obwohl wir im letzten Jahr mit zwei Teams starteten, konnten wir in diesem Anlauf mit Mühe eine Mannschaft formen. Als Retter in der Not erwies sich Hans-Jürgen Schulz, der unseren spielenden Kader neben Christoph Bohn, Helge Hedden und Leon Tscherepanov komplettierte.
An einem der stürmischsten Tage traten wir von acht (!) HSK Mannschaften als HSK 3 an und hatten es mit HSK 8 zu tun. Insgesamt waren 21 Mannschaften vertreten. Wir wurden unserer Favoritenrolle gerecht. Neben dem draußen tobenden Sturm entpuppte sich Hans-Jürgen für Wilhelm Graffenberger ebenfalls als nicht zu stoppende Naturgewalt. In seiner typischen Manier fegte er jeden Widerstand beiseite und schloss seinen Angriff erfolgreich ab.
1. Runde. Von links nach rechts: Helge, Hans-Jürgen,Christoph.
1. Runde. Von links nach rechts: Helge, Hans-Jürgen,Christoph.
Nach der Partie gestand ein grinsender Hans-Jürgen: "Solche Partien machen mir Spaß!" Betulicher dagegen ging Christoph seine Partie gegen Gerald Schwerdtfeger an. Nachdem er sich solide aufgebaut hatte und gerade zu einer stürmischen Attacke auf den gegnerischen König blasen wollte, stellte sein Gegner eine Figur ein. Nach längerer Zeit endlich mal wieder ein ungefährdeter Sieg für Christoph. Leon hatte es mit Marianne Graffenberger zu tun. In einer geschlossenen Stellung entwickelte sich ein zähes Ringen. Leon konnte seine Figuren aber wirkungsvoller einsetzen und zum Endspiel hin zwei Bauern gewinnen. Diesen Vorteil verwertete er sicher zum vollen Punkt. Helge machte dann in einer positionell geführten Partie gegen Thomas Heinz Richert das 4:0 klar, nachdem dessen zwei Bauernopfer nicht den erhofften Angriff entfachten.
2. Runde. Von links nach rechts: Hans-Jürgen, Christoph, Helge.
2. Runde. Von links nach rechts: Hans-Jürgen, Christoph, Helge.
Das Losglück bescherte uns am zweiten Tag bei weniger Wind, aber mehr Regen auch tatsächlich einen Gegner und kein Freilos. Der Gegner hieß HSK 5 und wir gingen ebenfalls als Favoriten ins Rennen. Allerdings standen wir am Ende mit leeren Händen dar, wie das Ergebnis von 1 ½ : 2 ½ belegt. Es war der Wurm drinnen. Hans-Jürgen wollte gegen Jamshid Atri für eine Niederlage im letzten Klubturnier Revanche nehmen. Nach einer Abwicklung in der zügig vorgetragenen Partie stellte sich leider heraus, dass er entweder Springer oder Läufer verlieren würde – ganz unglücklich. Aber Hans-Jürgen steckte nicht auf und kämpfte mit Minusfigur tapfer weiter. Die Niederlage ließ sich aber nicht mehr abwenden. Ganz anders dagegen Christoph. Mit einem erneut souveränen Sieg, diesmal gegen Klaus von Bargen, glich er aus. Ist da etwa ein Knoten geplatzt?
Helge hatte einen seiner schwächeren Tage erwischt. Gegen Ralph Bernhard ließ er erst eine gute Gelegenheit verstreichen, um die Initiative zu ergreifen und streute dann noch einen Bauerneinsteller ein. Gerade da bot Ralph Remis an. Nach längerer Bedenkzeit kam Helge zu dem Schluss, dass sich alle Varianten als schlechter für ihn herausstellten und noch nicht einmal aussichtsreiches Gegenspiel in Sicht war – Remis. Nun kam alles auf Leon in seiner Partie gegen Ricardo Quibael an. Ricardo hatte schon zwei Mal Remis geboten, doch Leon spielte weiter. Die Stellung gab es auch her, jedoch machte Leon die Zeitnot zu schaffen. Es kam, wie es in solchen Situationen kommen musste … Immerhin war die Schlussstellung ganz nett anzuschauen.
Trotz der Niederlage ist ein Fortschritt erkennbar: wir sind erst in Runde 2 gescheitert und nicht wie im vergangenen Jahr schon in Runde 1.
Bleibt uns HSK 5 in der nächsten Runde gegen HSK 1 viel Glück zu wünschen. Ein großer Dank gebührt außerdem Hans-Jürgen für seinen Einsatz. Vielleicht bis zum nächsten Jahr!


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