Aktuelle Berichte

06.03.2006
Kurt Kahrsch

Mannschaftskampf HSK 11 - SKJE 3

Nach kurzen Schneefällen zeigte sich dieser Freitag mit einigen Sonnenstunden sehr freundlich, während mein Berufsleben durch H5N1 sehr stark getrübt wurde/wird.
Es fanden 3 Mannschaftskämpfe statt und führte zwei Mannschaften des SKJE ins Klubheim. Zu meiner Beruhigung traf auch Hanns bereits um 18.55h ein. Mit leichter Verspätung gab ich die Partien frei.

Am Spitzenbrett eröffnete Rolf mit Caro-Cann und es kam schnell zu einer unübersichtlichen Stellung. Rolf verzichtete auf die Rochade und setzte zu einer Königswanderung an.

Helge, mit weiß spielend, versuchte die c-Linie zu beherrschen. Doch Armin Schmidt, ein unruhiger Geist, der so wie ich nach fast jedem Zug aufstehen und eine Runde drehen musste, hielt dagegen und es wurden die Türme getauscht.
Am dritten Brett traf Christophs Gegner Thomas Schiller ca. 15 Minuten verspätet ein. Die beiden Kontrahenten rochierten lang und es kam zu einem verbissen geführten Kampf.

Udo verzichtete vorerst auf die Rochade und startete gleich einen Königsangriff unter zu Hilfenahme der h- und g-Bauern. Auf f6 hatte er einen starken (!?) Bauern in die gegnerische Bauernphalanx festgesetzt. Nach langer Rochade, einer offenen h-Linie, stand der gegnerische König ziemlich "nackt" auf e7.
An Brett 5 traf Oliver auf Jade Schmidt. Oliver verzichtete, wie auch Tofik neben ihm, auf die Rochade. Beide Partien wurden Kampf betont geführt. Hanns spielte wieder eine offene Partie und kam leider leicht ins Hintertreffen.

Leon, am letzten Brett spielte gegen Charlie Le Lam. Weiß erkämpfte sich die halboffene d-Linie während schwarz Gegenspiel mit f5 suchte. Leider wurde Hanns trotz intensiver Gegenwehr um 21.35h Matt gesetzt und wir lagen mit 0:1 im Hintertreffen. Kurze Zeit später einigten Helge und Armin Schmidt sich bei ausgeglichenem Spiel auf Remis. Fast zeitgleich kam es auch zwischen Tofik und Malte Kroepsch zur Punkteteilung.
Nach weiteren 40 Minuten einigten sich Oliver und seine Gegnerin ebenfalls auf Remis (Jade mit einem Turm und Bauern, Oliver mit einem Springer, dem schwarzfeldrigen Läufer und Bauern). Der neue Zwischenstand somit 1½ : 2½! Nun lag es an Rolf, Christoph, Udo und Leon, die Karre aus dem Dreck zu ziehen.

Bei Udo kam es zu einigen taktischen Verwicklungen. Er hatte dann die Möglichkeit ausgelassen, ein Remis durch Dauerschach zu erzwingen und der zweite volle Punkt gegen uns kam zum Tragen. Zitat: "ich wollte es einfach noch mal wissen".
Leon erarbeitete sich leichte Vorteile, die sein jugendlicher Gegner unterschätzte. Der Gewinn folgte dann relativ schnell, da Charlie Le durch einen Bauernzug den wichtigen e-Bauern gewinnen wollte. Er übersah dabei, dass dies in einem unausweichlichen Matt endete. Jetzt beim Stande von 2½ : 3½ konnte ich wieder Hoffnung schöpfen. Christophs Partie war auf jeden Fall ausgeglichen und Rolf hatte sich mit dem aktiven König leichte Vorteile erarbeitet und band den gegnerischen Turm, so dass Rolf das bessere Spiel entwickelte.
Christoph Bohn (links) vs Thomas Schiller (rechts)
Christoph Bohn (links) vs Thomas Schiller (rechts)

Christoph erhielt ein Remisangebot. Er fragte mich, ob er dies annehmen solle. Ich wollte mir nochmals Rolfs Stellung ansehen, um dann entsprechend zu entscheiden. Doch zwischenzeitlich setzte sich Christoph und zog. Bei den nächsten Zügen beging Christoph einen "Fingerfehler" und er reichte Thomas Schiller die Hand zur Aufgabe. Am ersten Brett zog Rolf Dame auf Dame, um einen angegriffenen Bauern zu schützten. Rüdiger Zart wollte nicht abtauschen. Dafür fand er aber den einzigen Zug, der zum sofortigen Damenverlust führte. Somit lautet der Endstand 3½ : 4½. Wir hätten den Mannschaftskampf mit 4½ : 3½ gewinnen können oder zumindest ein gerechtes 4 : 4 herausholen müssen.

Hier ein kurzes Resümee nach den ersten 4 Runden: Wir haben in den letzten Jahren immer in der B-Gruppe gespielt und in dieser Saison in der A-Gruppe. Bis auf Königsspringer 6 sind dies alles unbekannte Gegner für uns. In der ersten Runde kam es gleich zum Bruderkampf gegen HSK 10. Diesen Mannschaftskampf haben wir etwas glücklich mit 4½ : 3½ für uns entscheiden können. Danach folgte Finkenwerder, der für mich leichteste Widersacher. Unserer sicherer Auswärtssieg gegen Marmstorf weckte Hoffnungen auf einen eventuellen Aufstieg. Doch aufgrund der Niederlage gegen SKJE 3 stellen unsere 6 Punkte einerseits immer noch ein gutes Polster gegen den Abstieg dar und andererseits brauchen wir den Aufstieg auch noch nicht abzuschreiben, da zwar SKJE 3 jetzt mit 7 : 1 die Tabelle anführt, gefolgt von 3 Mannschaften (HSK 10, 11 und KSH 5), aber nach den Frühjahrsferien geht es mit neuem Schwung gegen den direkten Mitbewerber KSH 5. Nach der 5. Runde werden wir dann sehen, wohin wir uns in dieser Saison bewegen.


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