Aktuelle Berichte

21.04.2007
Helge Hedden

Unglück mit i-Tüpfelchen

3½ : 4½. So lautete das Ergebnis in der sechsten Runde gegen Schachfreunde 3.
Aber rollen wir den Auswärtskampf von vorne auf. Zum Duell der Aufstiegsaspiranten konnte unser MF Kurt Kahrsch eine starke Aufstellung aufbieten. Bis auf den im Urlaub befindlichen Udo Figger konnten wir in Bestbesetzung antreten, so dass Kurti wieder den Wettkampf als Non-Playing-Captain mit Hoffen und Bangen verfolgte.
Christoph (links) und Oliver (rechts)
Christoph (links) und Oliver (rechts)
Der Wettkampf verlief anfänglich auch für diese Saison recht typisch. Jeder entwickelte das ihm eigene Spiel und so kam zuerst Reiner Basteck an Brett 6 und dann auch Hanns Schulz-Mirbach an Brett 7 zu ungefährdeten Remisen.
Nicht so ganz nach Plan agierte Oliver Leube an Brett 4. Es war wohl nicht sein Tag, denn er wählte mit Schwarz nicht wie üblich die aussichtsreichsten Verteidigungs- züge, sondern gestattete dem Gegner einen Angriff erfolgreich abzuschließen.
Diesen Rückschlag machten aber Rolf Puster und Helge Hedden an den Brettern 1 und 2 mehr als wett.
Rolf konnte mit Weiß seinen "Anzugsnachteil" und den Gegner in einer holländisch geführten Partie mit einem positionellen Bauernopfer erfolgreich bekämpfen.
Rolf (links) gegen Michael Keuchen (DWZ 2003)
Rolf (links) gegen Michael Keuchen (DWZ 2003)

Fast zeitgleich zum Sieg von Rolf konnte Helge seinen Gegner mit Hilfe eines Freibauernduos auf dessen dritter Reihe zur Aufgabe zwingen. Zwischenstand 3:2.
Kurze Zeit später tauchte Christoph Bohn auf und verkündete, dass er in leicht schlechterer Stellung an Brett 3 Remis gemacht hatte.
Damit liefen nur noch die Partien an Brett 5 von Tofik Badalov und an Brett 8 von Leon Tscherepanov. Leon hatte bei Zeitnot eine Qualität im Endspiel mehr, während Tofik in einer leicht schlechteren Stellung in gewohnt haarsträubender Zeitnot agierte.
Doch dann nahm das Unglück seinen Lauf: Leon stellte kurz vor Erreichen der Zeitkontrolle die Dame ein ... Trotzdem kämpfte er tapfer auf verlorenem Posten weiter!
Reiner (rechts)
Reiner (rechts)
Als i-Tüpfelchen fiel im 39. Zug bei Tofik das Blättchen (allerdings in bereits verlorener Stellung). Er hatte angenommen, dass er schon 40 Züge gemacht hätte. Bei der Rekonstruktion ergab sich aber, dass sein Gegner korrekt mitgeschrieben hatte. Währenddessen vermeldete Leon seine nun leider absehbare Niederlage: 3½ : 4½.
Schade, schade, war doch an diesem Tag wesentlich mehr möglich, aber Caissa war wohl frühzeitig nach Hause gegangen.
Trotz dieses Rückschlags liegen wir nun auf Platz 3 immer noch gut im Rennen, da wir nur einen Mannschaftspunkt Rückstand auf die Plätze 1 und 2 haben. Wenn Wedel und die Schachfreunde gegeneinander Unentschieden spielen, sind wir dank des besten Brettpunkte-Kontos wieder dick im Geschäft!


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