Aktuelle Berichte

21.06.2007
Helge Hedden

Die Elfte - Unaufsteigbar

Wer sich die Freude gegönnt bzw. die Mühe gemacht hat, die Rundenberichte unter www.hsk11.de zu lesen, wird den Saisonverlauf und das Ergebnis kennen. Für diese geneigten Leser, aber auch für alle anderen folgt eine Zusammenfassung der Ereignisse.

HSK 11 legte los wie die Feuerwehr und Stand nach Siegen gegen HSK 12 (5:3), Lurup (7:1) und Marmstorf 3 (5:3) an der Spitze der Bezirksliga B.

Erwähnenswert ist, dass die beiden ersten Kämpfe ohne eine Niederlage an den Brettern an uns gingen. Man muss allerdings hinzufügen, dass erst in der vierten Runde mit Wedel ein echter Prüfstein auf uns wartete. Die drei zuvor genannten Mannschaften sollten im Saisonverlauf gemeinsam mit Pinneberg 3 den Abstieg unter sich ausmachen. Gegen Wedel konnten wir auswärts ein 4:4 erkämpfen, bei dem zwischendurch sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. In der 5. Runde konnten wir dann unsere Tabellenführung durch ein 6:2 gegen Pinneberg 3 verteidigen, bevor es zum wahrscheinlichen Entscheidungsspiel bei der 3. Mannschaft der Schachfreunde ging.

Der Kampf entwickelte sich anfänglich zu unseren Gunsten. Die beiden ersten Bretter fuhren überzeugende Siege ein und an den anderen Brettern zeichnete sich ein insgesamt ausgewogenes Bild ab. Doch die Schachfreunde kämpften und beim Stand von 3½:2½ für HSK 11 liefen nur noch zwei Partien. Tofik Badalov war in großer Zeitnot und hatte eine verlustträchtige Stellung, während Leon Tscherepanov mit einer Mehrqualität keinesfalls verlieren sollte. Doch dann fiel bei Tofik das Blättchen und Leon verlor in Zeitnot seine Dame: 3½:4½. Damit lagen wir einen Mannschaftspunkt hinter Wedel und den Schachfreunden, hatten aber das beste Brettpunktekonto. Zudem mussten Wedel und Schachfreunde 3 noch gegeneinander antreten.

In der nächsten Runde konnte Altona knapp mit 4½:3½ bezwungen werden und wir blieben an den Schachfreunden dran. HSK 12 hatte sensationell Wedel mit 5:3 geschlagen, wodurch wir Wedel im Kampf gegen die Schachfreunde 3 die Daumen drückten.

In Runde 8 brachte die Entscheidung. Wedel und die Schachfreunde 3 trennten sich zwar 4:4, allerdings verloren wir gegen Blankenese 3½:4½. Auch hier wäre zumindest ein Unentscheiden möglich gewesen, aber es sollte nicht sein. Danach bestanden immer noch theoretische Aufstiegschancen, aber diese wurden in der letzten Runde durch den 4½:3½-Sieg der Schachfreunde 3 gegen Altona pulverisiert.

Hätte Altona gewonnen, wären wir mit dem abschließenden 5:3-Sieg gegen Diagonale aufgestiegen. Das letzte Ergebnis wäre vielleicht anders ausgefallen, wenn beide Mannschaften voll auf Sieg gespielt hätten, da es eigentlich nur noch für beide um den zweiten Platz ging.

So standen am Ende einer erfolgreichen Saison neben Platz 2 13:5 Mannschaftspunkte und 45 Brettpunkte zu buche. Diese Brettpunkte verteilten sich wie folgt:

Rolf Puster (5½ / 8) Rolf startete furios (4½ / 5) und spielte teilweise hervorragendes Schach, ehe er in den Runden 7 und 8 einen Einbruch und zwei Nullen erlebte.

Helge Hedden (6½ / 8) Helge spielte überzeugendes Schach und hätte durch präziseres Spiel einen noch höheren Score erzielen können.

Christoph Bohn (4 / 7) Christoph kam eher schleppend in die Saison und zeichnete sich anfänglich durch Abwehrschlachten aus, ehe er in der zweiten Hälfte eine Steigerung seiner Punkteausbeute einstreute.

Udo Figger (1½ / 4) Udo spielte seinen gewohnten Stil, wenn auch nicht so erfolgreich wie sonst. Trotzdem wird er nächste Saison wieder angreifen.

Oliver Leube (3½ / 7) Oliver wurde gerade in der zweiten Saisonhälfte seinen Erwartungen nicht gerecht. Besonders seine Niederlage gegen die Schachfreunde 3 wurmte ihn. Dabei zeigte er beim ELO-Turnier (4 / 7 gegen gute Leute), was von ihm erwartet werden kann.

Tofik Badalov (4 ½ / 8) Wie Udo spielte Tofik sein Spiel. Leider hatte auch er nicht den Erfolg des letzten Jahres und musste mehr Niederlagen in Kauf nehmen.

Reiner Basteck (2 ½ / 7) Reiner war wieder der ruhende Pol und konnte fünf Remisen verbuchen. Zu 50% hat es nicht gereicht, weil sich zwei Niederlagen einschlichen, denen kein Sieg gegenüber stand. Vielleicht war Reiner auch durch sein Engagement beim Betriebsschach ein bisschen müde.

Hanns Schulz-Mirbach (5 ½ / 8) Hieß es noch zum Saisonanfang, dass Hanns in einer leichten Formkrise stecke, so konnte er diese Aussage schnell entkräften. Ohne Niederlage und mit guter Spielanlage stellte er so manchen Gegner vor unlösbare Aufgaben.

Leon Tscherepanov (6½ / 9) Leon war der einzige der alle 9 Runden mitspielte und man kann sagen, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist. Er spielte überzeugendes Schach, was sich in seiner hohen Punkte ausbeute niederschlägt. Nur diese ärgerliche Niederlage gegen Schachfreunde 3 will nicht so recht ins Bild passen. Immerhin konnte er seinen Seelenfrieden mit der Glanzpartie gegen Diagonale wieder herstellen.

Kurt Kahrsch (5 / 5) Kurti ist der Held. Mit sagenhaften 5 aus 5, sprich 100%, hat er in dieser Saison allen die Show gestohlen. Für gewöhnlich nach nicht einmal zwei Stunden waren die Partien zu seinen Gunsten entschieden oder er hatte Stellungen, wovon wir nur träumen konnten. Zudem soll er auch im Betriebsschach im großen Stil abgeräumt haben.

Andreas Schild (½ / 1) Als Ersatzmann in Runde 1 stopfte er mit gutem Spiel das Loch, welches uns ein gewisser Kyrill kurzfristig in unsere Aufstellung gerissen hatte.

Aber trotz oder gerade wegen seines / unseres Erfolges verliert Kurti nicht den Blick für das Wesentliche und fing schon mal mit der Planung für die nächste Saison an. Gerüchteweise soll sich die Aufstellung nach der prozentualen Ausbeute der abgelaufenen Saison richten. Außerdem soll HSK 11 angeblich in "Die Unaufsteigbaren" umfirmieren. Warten wir es ab.


  «  Zurück zu Aktuelle Berichte