Aktuelle Berichte
21.02.2007
Helge Hedden
Wedel gegen HSK 11. So lautete die Spitzenpaarung am Rosenmontag in der vierten Runde der Bezirksliga B.
Die Elfte als Tabellenerster mit einem halben Brettpunkt Vorsprung auf unsere Gastgeber trat nach dem
Auswärtskampf gegen Marmstorf gleich auf der anderen Seite des Globus gegen Wedel an.
Bis auf Udo konnten wir unsere beste Aufstellung ins Rennen schicken. Das war auch gegen so starke Gegner
wie Wedel nötig. Doch zur allgemeinen Überraschung kamen die nominellen Bretter 1 und 3 von Wedel
nicht zum Zuge, weshalb sie die hinteren Bretter mit Reservespielern besetzten.
Um es gleich zu verraten: Der Kampf endete mit einem letztendlich gerechten Unentschieden. Zwar sah es für uns nach der Eröffnungsphase nach einem vorläufigen 4:1 aus, aber wir konnten die zum Teil gewonnen Stellungen nicht nutzen und ausgeglichene Partien verschlechterten sich zu unseren Ungunsten.
Ein leicht erkälteter Rolf Puster an Brett 1 bekam es zum ersten Mal in dieser Saison mit einem starken Gegner zu tun. Allerdings spielte der vorerst eine karnevalsmäßige Eröffnung, die ihm zwei Bauern kostete, wovon er nur für einen Kompensation hatte. Helge Hedden, gleichzeitig Brett 2 und Mannschaftskapitän an diesem Tag, spulte die Theorie in einem c3-Sizilianer herunter und landete in einem leicht besseren Mittelspiel. Christoph Bohn spielte gegen eine Art Grünfeld-Inder und einen Gegner, der unter Stress wie ein Blasebalg klang.
Oliver Leube packte einen Skandinavier aus und hatte binnen Stundenfrist seinem Gegner soweit, dass er sich mit ihm auf Remis einigte. Zwischenstand: ½ : ½
Tofik Badalov kam wie gewohnt etwas später. Dieses Mal überraschte er die anwesenden Kenner seines Spiels mit einem geschlossenen Stellungsaufbau, der in einem schwerblütigen Stellungskrieg mündete. Aber auch hier sparte Tofik wie gewohnt die Rochade ein. An Brett 6 hatte es Reiner Basteck mit einem Colle-Aufbau zu tun. Nach einem fehlerhaften Springerrückzug nach h7 konnte sein Gegner den für diese Stellungen typischen Druck aufbauen. Hanns Schulz-Mirbach hatte seinen Gegner schnell im Griff und arbeitete an der Verwertung seines Vorteils. An Brett 8 war Leon Tscherepanov nach einem erfolgreichen Intermezzo im Mittelspiel mit einer Mehrqualität und Freibauern auf der a-Linie im Endspiel angekommen.
Helge übersah eine vorteilhafte Fortsetzung, wickelte in ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel ab und machte Remis.
Leon konnte sein Endspiel nach Hause schaukeln, während Hanns leider eine Gewinnkombination ausließ und im verbliebenen Turmendspiel ebenfalls ins Remis einwilligte. Zwischenstand: 2½ : 1½
Da auch der Gegner von Rolf erfindungsreich sein Bauerndefizit immer mehr kompensierte, war das mögliche 4:1 spätestens seit Hanns Remis Geschichte, schlimmer noch: Christoph kam mit seiner Stellung überhaupt nicht zurecht, Reiner konnte nur in ein verlorenes Turmendspiel abwickeln und Tofik geriet bei weiterhin unklarer Lage immer mehr in Zeitnot. Es drohte nicht nur der erste Partie-, sondern auch der erste Matchverlust!
Tofik trieb sein Spiel wieder auf die Spitze. Mit nur etwa 10 verbliebenen Sekunden für fünf Züge fand sein nicht in Zeitnot befindlicher Gegner ein Obstruktionsmatt - zu unseren Gunsten! Tofik ließ sich nicht bitten und kassierte den gegnerischen König. Gut das Kurt Kahrsch im fernen Süddeutschland weilte, denn so wurden seine Nerven als Mannschaftskapitän geschont. Stattdessen alterte Helge.
Christoph ging trotz aller Versuche mit fliegenden Fahnen unter und musste die erste "0" für HSK 11 in dieser Saison hinnehmen. Er brauchte aber nicht lange warten, da gesellte sich Reiner ergebnismäßig zu ihm. 3½ : 3½
Es lief nur noch Rolfs Partie. Dort hatte der Gegner ein arges Zeitproblem. Trotzdem war Rolf cool genug, nicht ins Blitzen zu verfallen und die komplizierte Mittelspielstellung in ein reines Glückspiel zu verwandeln. Nach der Zeitkontrolle war ein Endspiel mit Läufer gegen Springer entstanden, das nicht minder kompliziert war. Zwar hatte Rolf Materialvorteil, jedoch war der gegnerische Springer sehr gefährlich und sein eigener Läufer wurde von den eigenen Bauern blockiert. Doch durch kluge Läufermanöver und ein schönes Bauernopfer konnte Rolf die gegnerische Initiative neutralisieren. Nach abwechslungsreichem Spiel einigte man sich auf Remis und somit endete der Mannschaftskampf 4:4.
Nach vier Kämpfen in vier Wochen (den Pokal mit eingerechnet) ist jetzt ein Monat Pause, bevor es gegen Pinneberg in Runde 5 weitergeht. Zeit genug Tabellenplatz 1 zu bewundern, sich neu einzustellen und gegen Pinneberg wieder gewohnt hart aufzuschlagen.
Um es gleich zu verraten: Der Kampf endete mit einem letztendlich gerechten Unentschieden. Zwar sah es für uns nach der Eröffnungsphase nach einem vorläufigen 4:1 aus, aber wir konnten die zum Teil gewonnen Stellungen nicht nutzen und ausgeglichene Partien verschlechterten sich zu unseren Ungunsten.
Ein leicht erkälteter Rolf Puster an Brett 1 bekam es zum ersten Mal in dieser Saison mit einem starken Gegner zu tun. Allerdings spielte der vorerst eine karnevalsmäßige Eröffnung, die ihm zwei Bauern kostete, wovon er nur für einen Kompensation hatte. Helge Hedden, gleichzeitig Brett 2 und Mannschaftskapitän an diesem Tag, spulte die Theorie in einem c3-Sizilianer herunter und landete in einem leicht besseren Mittelspiel. Christoph Bohn spielte gegen eine Art Grünfeld-Inder und einen Gegner, der unter Stress wie ein Blasebalg klang.
Oliver Leube (links) packte einen Skandinavier aus.
Oliver Leube packte einen Skandinavier aus und hatte binnen Stundenfrist seinem Gegner soweit, dass er sich mit ihm auf Remis einigte. Zwischenstand: ½ : ½
Tofik Badalov kam wie gewohnt etwas später. Dieses Mal überraschte er die anwesenden Kenner seines Spiels mit einem geschlossenen Stellungsaufbau, der in einem schwerblütigen Stellungskrieg mündete. Aber auch hier sparte Tofik wie gewohnt die Rochade ein. An Brett 6 hatte es Reiner Basteck mit einem Colle-Aufbau zu tun. Nach einem fehlerhaften Springerrückzug nach h7 konnte sein Gegner den für diese Stellungen typischen Druck aufbauen. Hanns Schulz-Mirbach hatte seinen Gegner schnell im Griff und arbeitete an der Verwertung seines Vorteils. An Brett 8 war Leon Tscherepanov nach einem erfolgreichen Intermezzo im Mittelspiel mit einer Mehrqualität und Freibauern auf der a-Linie im Endspiel angekommen.
Helge übersah eine vorteilhafte Fortsetzung, wickelte in ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel ab und machte Remis.
Hanns ließ leider eine Gewinnkombination aus.
Leon konnte sein Endspiel nach Hause schaukeln, während Hanns leider eine Gewinnkombination ausließ und im verbliebenen Turmendspiel ebenfalls ins Remis einwilligte. Zwischenstand: 2½ : 1½
Da auch der Gegner von Rolf erfindungsreich sein Bauerndefizit immer mehr kompensierte, war das mögliche 4:1 spätestens seit Hanns Remis Geschichte, schlimmer noch: Christoph kam mit seiner Stellung überhaupt nicht zurecht, Reiner konnte nur in ein verlorenes Turmendspiel abwickeln und Tofik geriet bei weiterhin unklarer Lage immer mehr in Zeitnot. Es drohte nicht nur der erste Partie-, sondern auch der erste Matchverlust!
Tofik trieb sein Spiel wieder auf die Spitze. Mit nur etwa 10 verbliebenen Sekunden für fünf Züge fand sein nicht in Zeitnot befindlicher Gegner ein Obstruktionsmatt - zu unseren Gunsten! Tofik ließ sich nicht bitten und kassierte den gegnerischen König. Gut das Kurt Kahrsch im fernen Süddeutschland weilte, denn so wurden seine Nerven als Mannschaftskapitän geschont. Stattdessen alterte Helge.
Christoph ging trotz aller Versuche mit fliegenden Fahnen unter und musste die erste "0" für HSK 11 in dieser Saison hinnehmen. Er brauchte aber nicht lange warten, da gesellte sich Reiner ergebnismäßig zu ihm. 3½ : 3½
Es lief nur noch Rolfs Partie.
Es lief nur noch Rolfs Partie. Dort hatte der Gegner ein arges Zeitproblem. Trotzdem war Rolf cool genug, nicht ins Blitzen zu verfallen und die komplizierte Mittelspielstellung in ein reines Glückspiel zu verwandeln. Nach der Zeitkontrolle war ein Endspiel mit Läufer gegen Springer entstanden, das nicht minder kompliziert war. Zwar hatte Rolf Materialvorteil, jedoch war der gegnerische Springer sehr gefährlich und sein eigener Läufer wurde von den eigenen Bauern blockiert. Doch durch kluge Läufermanöver und ein schönes Bauernopfer konnte Rolf die gegnerische Initiative neutralisieren. Nach abwechslungsreichem Spiel einigte man sich auf Remis und somit endete der Mannschaftskampf 4:4.
Nach vier Kämpfen in vier Wochen (den Pokal mit eingerechnet) ist jetzt ein Monat Pause, bevor es gegen Pinneberg in Runde 5 weitergeht. Zeit genug Tabellenplatz 1 zu bewundern, sich neu einzustellen und gegen Pinneberg wieder gewohnt hart aufzuschlagen.
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