Aktuelle Berichte

25.01.2006
Kurt Kahrsch

Bezirksliga A: 1. Runde HSK 11 - HSK 10

Zum Saisonauftakt kam es zum Bruderkampf zwischen uns und der 10ten Mannschaft. Während ich am Nachmittag und Abend noch an der Mannschaftsaufstellung änderungen vornehmen musste, trat HSK 10 in Bestbesetzung (1-8) an. Gegen 13.00h hat Reiner Basteck abgesagt, aber vorher mit Johannes Petersen telefoniert, der freundlicherweise als Ersatzmann zugesagt hatte. Da ich mich nicht aufgestellt hatte, zog es Johannes aus "Fairness-Gründen" vor, nicht zu spielen und so kam ich auch gleich zum ersten Einsatz.
An diesem Abend wurde noch 1 weiterer vereinsinterner Mannschaftskampf zwischen der 16. und 17. Mannschaft ausgefochten. Mit einer Verspätung von ca. 7 Minuten wurden die Partien von mir freigegeben.
Die ersten vier Bretter von HSK 11
Die ersten vier Bretter von HSK 11
Am Spitzenbrett spielte Rolf mit den schwarzen Steinen munter drauf los und veranlasste Helge zu der äußerung, dass diese Partie gut bis sehr gut für uns aussehen würde. Rashed hatte lang rochiert. Im Mittelspiel verspeiste Rolf den Randbauern a2 und bot seinem Gegner zweimal Schach. Rasheds König befand sich danach in sicherer Deckung. Doch durch dieses Manöver wurde Rolfs siebte Reihe schutzlos und dadurch löcherig. Zu meinem Leidwesen wandelte sich die gute Stellung in eine Verlustpartie um.
An Brett 2 entwickelte sich zwischen Helge und Leonard Meise von Beginn an ein verbissener Kampf um das Mittelfeld. Während Helge kurz rochierte, kam Leonard nicht zur Rochade. Nach der Rochade verlegte Helge seine Kräfte auf den Damenflügel. Es wurden die Damen getauscht. Leonard gab eine Leichtfigur für zwei starke Mittelbauern.
Christoph hatte gegen Phil Wiese die Nimzo-Indische Verteidigung gewählt, da ihm dieses Spiel liegt. Mit Dynamik hatte er sich Feldvorteile herausgearbeitet und er beurteilte seine Stellung auch positiver. Leider reichte es zu keinem Gewinn und so spielte er durch Dauerschach remis.
Neben im sitzend kam Oliver nicht zur Rochade und wurde von Matthias Schulte, der bereits kurz rochiert hatte, im Mittelfeld stark bedrängt. Oliver versuchte einen Gegenangriff mit dem h-Bauern. Die sich hieraus ergebende offene Turmlinie konnte er nicht weiter nutzen. Es kam zum Figuren- und danach zum Partieverlust.
Tofik Badalov
Tofik Badalov

Tofik erwehrte sich gleich eines starken weißen Angriffs. Er gab eine Leichtfigur für 2 Mittelbauern. Die Stellung von Jens Puttfarken war gut entwickelt und Tofik hatte noch einige Figuren auf der Grundlinie. Doch durch die beiden zusammenhängenden Bauern, die immer stärker wurden, und weiter nach vorne preschten, kam Jens mehr und mehr in Bedrängnis. Nach gut 3 Stunden konnte Tofik verschmitzt einen Sieg melden.
Mit Andre Martens bekam Hanns einen unangenehmen Gegner vorgesetzt. Das Mittelspiel gestaltete sich relativ ausgeglichen. Doch dann verlor Hanns eine Leichtfigur. Er konnte seine Stellung aber mit Dame und Turm gegen Dame, Turm und Läufer aber durch Mattdrohungen in ein Remis lenken.
Leon spielte gegen Sebastian Meinssen, den er bereits von den Vereinsmeisterschaften kannte und ihn dort besiegte. Es wurde die f-Linie geöffnet, die Leon mit den beiden Türmen besetzte, gestützt durch den weißfeldrigen Läufer, der auf das Feld f1 zeigte. Doch dann unterlief Leon ein "Fingerfehler" und er verlor nach einigem Abtauschen einen Springer. Er behielt zwar 2 Mehrbauern, die aber schwach waren und auch kurz danach fielen.
Ich spielte mit den weißen Figuren gegen Viktoria Meier, die über meinen Eröffnungszug b4 gut 20 Minuten nachdachte und dann sehr passiv erwiderte. Bereits nach 15 Zügen verfügte ich über zwei Mehrbauern, und zwar über die beiden Mittelbauern d + e. Nach Abtausch der Damen konnte ich einen weiteren Bauern gewinnen und lenkte dann in ein gewonnenes Endspiel ein. Viktoria gab sich gegen 21.40h geschlagen und wir führten.
Helge Hedden
Helge Hedden
Beim Zwischenstand von 3:3 musste die Entscheidung an den Brettern 7 und 2 fallen. Helge spielte die Partie sehr konzentriert weiter und hatte nach über 4½ Stunden nur noch 5 Minuten auf der Uhr. Mit Turm, Springer und Läufer sowie 1 Bauern musste er seinem Gegner (Turm, Läufer und 4 Bauern - davon 1 Doppelbauern - Paroli bieten. Es wurden die Läufer getauscht und Leonard lief Gefahr, in eine Mattposition hineinzulaufen. Dadurch fiel ein Bauer nach dem anderen und gegen 23.45h stand es 4:3 für uns.
Bei Leon kam es zum Endspiel mit den jeweils verbundenen h- und g-Bauern. Leon spielte nur mit Turm gegen Turm und Springer. Die Entscheidung fiel um 23.50h am siebten Brett, da die Figuren getauscht wurden und Leon hierbei den Springer zurückgewinnen konnte. Seine Königsstellung war ausgezeichnet und die beiden Kontrahenten geben die Partie remis. Das Endergebnis lautete somit 4½ : 3½ für uns.
Nach diesem glücklichen Sieg, ging es noch zu sechst ins "Woodpacker". Hier wurde Helges Partie ausgiebig analysiert und der Ausspruch "b4" wurde geboren. Näheres kann/darf ausschließlich von Helge erläutert werden. Außerdem wurde beschlossen, dass Rolf im nächsten Spiel einen Sieg einfahren wird.


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