Aktuelle Berichte

07.02.2006
Kurt Kahrsch

Bezirksliga A: 2. Runde HSK 11 - Finkenwerder

Der Freitag zeigte sich bis zum frühen Nachmittag diesig und wandelte sich dann sogar am Nachmittag in Sonnenschein um. Sollten dies die Vorzeichen für den bevorstehenden Mannschaftskampf sein? Ich traf sehr früh im Klubhaus ein, um das Spielmaterial aufzubauen. Der Klub füllte sich ziemlich schnell, da 4 Mannschaftskämpfe stattfanden. Pünktlich um 19.00h begrüßte Christian Zickelbein die Gäste und gab die Partien frei.
Dr. Rolf Puster
Dr. Rolf Puster
Rolf antwortete am Spitzenbrett gegen L. Brauner auf c4 mit e6. Nachdem beide Spieler kurz rochiert hatten, zog Weiß seine Kräfte auf dem Damenflügel zusammen. Mit f5 bereitete Rolf die öffnung der g-Linie und somit einen Königsangriff vor.
Neben Rolf sitzend eröffnete Helge am zweiten Brett mit e4. Sein jugendlicher Gegner erwiderte e6. Danach brachte Helge schon die Dame auf e2 ins Spiel worauf schwarz Le7 zog. Gegen 20.00h waren bereits diverse Figuren abgetauscht worden. Helge hatte kurz rochiert und der schwarze König stand immer noch auf e8.
Christophs Gegner, Dr. Schwarzkopf, startete sofort unter Zuhilfenahme der Bauern g4 und h4 einen Königsangriff. Christoph hatte noch nicht rochiert, als sein Gegner mit seinem Springer auf f7 nahm. Christoph schlug mit dem König zurück und verfügte über eine Mehrfigur, ohne dass Schwarz dieses Opfer in einen starken Königsangriff umsetzen konnte.
Udo, der trotz eines Problems mit seinem Fahrrad noch rechtzeitig eintraf, eröffnete bei seinem ersten Einsatz an Brett 4 mit Sc3. Er verzichtete vorerst auf die Rochade, während sein Kontrahent bereits kurz rochiert hatte. Stattdessen startete er mit dem schwarzfeldrigen Läufer, einem Springer und der Dame einen Königsangriff. Gegen 21.15h erhielt Udo ein Remisangebot, das er nach Rücksprache mit mir dann auch annahm, und die erste Partie des Abends wurde friedlich beendet.
Oliver Leube
Oliver Leube

An Brett 5 traf Oliver mit den schwarzen Steinen auf Gerhard Bissinger. Auf e4 erwiderte Oliver c5. Nach Sf3 folgte Sc6. Weiß rochierte lang auf machte sofort Druck auf den Bauern d6. Oliver blieb keine Zeit zum Rochieren. Nach Damentausch konnte er seinen Köinig gleich mit ins Spiel bringen. Die Partie war ausgeglichen, so dass es auch hier zur Punkteteilung kam.
Tofik traf, wie üblich, ca. 7 Minuten später beim Klub ein. Nachdem er sich in Ruhe hingesetzt hatte, zog er d4 Sf6, c4 e6 und Sc3. Sein jugendlicher Gegner rochierte schnell. Tofik kam nicht zur Rochade, da der Bauer auf d4 von ihm genau verteidigt werden musste. Es wurden die Damen getauscht und Tofik rückte mit dem König auf e3 vor. Allmählich erarbeitete Weiß sich leichte Vorteile.
An Brett 7 spielte Hanns mit den schwarzen Steinen auf d4 d5. Von beiden Seiten wurde schnell rochiert. Bei meinem nächsten Rundgang hatte Hanns eine Figur gegen Bauern und einen starken Königsangriff gegeben. Es erforderte genaue Berechnung und für mich blieb die Partie etwas fraglich. Doch dann stand der gegnerische König ohne Bauernschutz da und band sämtliche Figuren. Beim nächsten Zug, den ich gesehen habe, stellte der Gegner die Dame ein und es stand 1 ½ : ½ für uns.
Am letzten Brett saß diesmal Leon. Er eröffnete mit c4 Sf6, d4 und e6. Nach Leons viertem Zug überlegte Nuguid (mit Finkenwerders zweitbester DWZ) längere Zeit. Im Mittelspiel wurden die c-, d- und e-Linie geöffnet.
Wie im "Woodpacker" vorgegeben, hielt Rolf sich daran zu gewinnen. Um 22.55h konnte er den ersten Punkt für uns einfahren und es stand 4:1. Es wurde noch an den Brettern 3, 6 und 8 gespielt. Christoph und Tofik standen klar besser, während Leon sowohl mit seiner Stellung als auch mit der Zeit haderte. Tofiks Gegner hatte ein Einsehen und der neue Zwischenstand lautete 5:1. Leider konnte Leon die Zeit nicht richtig kalkulieren. Das Blättchen der Uhr fiel nach seinem 38. (oder doch 40.) Zug und Finkenwerder fuhr an diesem Abend den einzigen vollen Punkt ein.
Jetzt lief nur noch die Partie an Brett 3. Christoph, der mittlerweile über Turm, Springer und 5 Bauern verfügte und gegen Dr. Schwarzkopf, mit nur einem Turm (!) spielend, versuchte sich in eine Patt-Stellung zu retten, aber er lief damit in ein zweizügiges Matt. Das Endergebnis lautete somit 6:2 = ein Pflichtsieg gegen den Abstieg, denn die nächsten 3 Runden werden nicht so leicht zu gewinnen sein.


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