Aktuelle Berichte

28.06.2008
Helge Hedden

Udo's Schnellturnier: Tag 1

Andreas Schild und Andi Albers
Andreas Schild und Andi Albers

Nach dem offiziellen Abschluss der Saison stand das eigentlich für jede HSK Mannschaft obligatorische Udo's Schnellturnier auf dem Programm. Nachdem eine Besprechung der Mannschaftskapitäne mit sehr reger Beteiligung stattgefunden hatte, zeigte sich erneut das Interesse der Mitglieder an ihrem Klub in Form von 18 teilnehmenden Mannschaften an diesem Traditionsturnier. Organisiert wurde es von Andreas Schild und Andi Albers.
Die Elfte stellte in diesem Jahr zwei Mannschaften. Für die ersten drei Runden mussten wir kurzfristig auf Christoph Bohn verzichten, konnten aber überraschend auf Hans-Jürgen Schulz zurückgreifen. Zwar hatten wir im Vorfeld bei ihm angefragt, da er uns im Pokal unterstützte, jedoch hatte er ursprünglich keine Zeit. Umso größer war die beiderseitige Freude über seine Teilnahme.
HSK11a, von links nach rechts:Oliver, Hans-Jürgen,Helge,Johannes
HSK11a, von links nach rechts:Oliver, Hans-Jürgen,Helge,Johannes

Wir teilten unsere Mannschaft grob nach Wertungszahlen ein, so dass Johannes, Hans-Jürgen, Oliver und Helge die a-Mannschaft stellten, während Leon, Hanns, Reiner und Kurt die b-Version vertraten. Die Ergebnisse der Schnellschachpartien sind eigentlich Nebensache. In jeder Runde gab es spannende Geschichten.
Hanns, auf seine unnachahmliche Weise (Mit absolut ausdrucksloser Miene sitzt er am Schachbrett, egal wie die Stellung ist und zeigt einfach keine Nerven.) konnte in ein Remis entwischen. Sein Gegner, Wilhelm Graffenberger, spielte richtig gut und brachte Hanns an den Rand einer Niederlage, doch Hanns wartete geduldig auf seine Chance und konnte ein remisliches Turmendspiel auf das Brett bringen.
Reiner konnte fast den Nachweis erbringen, dass er ein sehr guter Blitzspieler ist
Reiner konnte fast den Nachweis erbringen, dass er ein sehr
guter Blitzspieler ist
Reiner konnte fast den Nachweis erbringen, dass er ein sehr guter Blitzspieler ist. Aber eben nur fast "sehr gut". Aus einer schwierigen Stellung heraus, konnte er bei knappster Zeit eine Gewinnstellung generieren; es fehlten alleine drei Züge bis zum Matt – da fiel sein Blättchen zum Remis. Johannes hatte in seiner ersten Partie eigentlich alles im Griff, kam aber ins Straucheln und konnte durch einen Fingerfehler seines Gegners die Dame und die Partie gewinnen. Hans-Jürgen quittierte seinen eigenen, sehr glücklichen Sieg mit den Worten: "Ich spiele gerne mit einer Verluststellung."
In der nächsten Runde konnten Oliver und Helge gegen die simultan spielenden Recken der 2. Bundesliga, Stefan Sievers und Philipp Balcerak, immerhin zwei Unentschieden abknöpfen. Gegen die Oberliga war unsere "b" allerdings chancenlos.
In der letzten Runde des ersten Tages spielte Hans-Jürgen im gewohnten Stil und konnte einen schönen Angriffssieg verbuchen, nachdem er seinen Gegner eingedost hatte. Vielleicht sehen wir Dich am letzten Tag wieder?
HSK11b, von rechts nach links:Kurt, Reiner,Hanns
HSK11b, von rechts nach links:Kurt, Reiner,Hanns

Kurt spielte gegen Stanislaw Frackowiak ein an beiderseitigen Drohungen reiches Mittelspiel. Doch gerade als sich ein ausgeglichenes Endspiel anbahnte, profitierte Kurt von einem Dameneinsteller! Warum gab es von diesem Vorfall überhaupt Augenzeugen? Nun, Kurt verbrauchte in dieser Partie fast so viel Zeit wie in einem gewöhnlichen Mannschaftskampf, was für die meisten anderen Spieler aber immer noch sehr schnell wäre! Leon zeichnete sich wieder durch eine positionelle Spielweise aus. Selbst stärkere Gegner brauchten lange, um in Gewinnnähe zu kommen. Da ist noch Potenzial nach oben.
Es konnte zwischen den Runden aber auch die Planung des nächsten Highlights betrieben werden: Die Saisonabschlussfeier in Udo's Gartenlaube! Abschließend der Zwischenstand nach dem ersten Tag:
   6.HSK 11a 4 : 2 MP  7½ : 4½ BP
 13.HSK 11b 2 : 4 MP  4½ : 7½ BP

Fazit: Trotz anfänglicher Software-Probleme ein gut organisiertes Turnier, das die entspannten Seiten von Schachspielern zu Tage treten lässt und die Kontakte in lockerer Atmosphäre zwischen den Mannschaften fördert.

Fortsetzung folgt


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