Aktuelle Berichte
19.04.2008
Helge Hedden
"Endlich akklimatisiert!" lautete der Seufzer von Rolf Puster, unserem ersten Brett, auf der Heimfahrt nach der 3½:4½-Niederlage gegen SKJE 3.
Damit meinte Rolf, dass er sich nach über einem Jahr dem Niveau der Elften angeglichen hat. In dieser Saison traurig, aber wahr!
Noch mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, tatsächlich nach zwei Spieltagen auf einem Abstiegsplatz und durch einen Zwischenspurt gen Mittelfeld, sind die Abstiegsplätze wieder in greifbare Nähe gerückt. Und in den verbleibenden zwei Matches geht es zu den diesjährigen Aufstiegsaspiranten Königsspringer und Bille! Aber wie konnte es dazu kommen? Die Antwort liegt in der bereits oben angedeuteten "mannschaftlichen Geschlossenheit", denn fast jeder kann sein Potenzial aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Entfaltung bringen. So geht auch die Niederlage gegen SKJE 3 in Ordnung, obwohl doch ein 4:4 möglich gewesen wäre. Nachdem Kurt Kahrsch kurzfristig für den an Zahnschmerzen leidenden Reiner Basteck einsprang (gute Besserung!), "vergurkte" er seine Partie zum 0:1. In der Folge konnte Helge Hedden einen unbegründeten Angriff seines Gegners widerlegen und den vollen Punkt einfahren. An Brett 4 war es ein Spiel auf ein Tor und zwar auf das von Christoph Bohn. Aber nachdem sein Gegner etliche gute Chancen in diesem Einbahnstraßenschach vergab, kam es, wie es oftmals auch im Fußball kommen muss: Christoph markierte den entscheidenden Treffer und schrieb sich einen Punkt gut. Leider verdarb Udo Figger seine interessante Position ( s. Partie), so dass es 2:2 stand.
In der Summe sah es an den verbliebenen Brettern nicht gut aus. Rolf zelebrierte eine ganz gedrückte Stellung, die er im Nachhinein als "höchst verdächtig" bezeichnete. Nur gut, dass sein Gegner unter Zeitnot nicht die entscheidenden Züge fand. Johannes Petersen an Brett 2 kämpfte mit einem nicht so dollen Läufer gegen einen aktiven Springer und stellte zudem einen Bauern ein. Hanns Schulz-Mirbach fightete mit einem Bauern weniger in einem Turmendspiel. Einzig Leon Tscherepanov befand sich nicht in Verlustgefahr. Und obwohl er bei ausgeglichenem Material im Endspiel den gegnerischen Springer mit seinem Läufer patt setzen konnte, verwehrte ihm sein Gegner mit einem festungsartigen Aufbau den Zutritt zu seiner Stellung. Ein Remis war die Folge. Doch plötzlich konnte Johannes die wohl einzige Unachtsamkeit seines Gegners dazu nutzen, um das verlorene Material zurückholen. Unter großem Aufatmen lief er in den Remishafen ein. Auch Rolf konnte sich irgendwie aus der Zwickmühle befreien, wonach sein Gegner Remis anbot. Ein Weiterspielen hätte in Anbetracht der nun aussichtsreicheren Stellung und des Zeitvorteils Sinn gemacht, zumal Hanns immer noch um das Remis kämpfen musste. Jedoch war Rolf schon müde zur Partie angetreten und bei den möglichen Springergabeln ist seine Entscheidung, das Remisangebot anzunehmen, durchaus verständlich.
Blieb nur noch Hanns. Es stand 3½:3½. Er spielte über weite Strecken ein vorzügliches Turmendspiel mit einem Minusbauern, bis, ja bis folgende Stellung nach Th8-f8 auf das Brett kam:
Hier hätte 1. … Tc3 mit nachfolgendem Kxh5 Remis gemacht. Die Idee ist, bei Zeiten den eigenen Turm für den gegnerischen Freibauern zu geben und den eigenen Freibauern unter dem Schutz des Königs nach vorne zu bringen, so dass auch Weiß seinen Turm für den Bauern geben muss (z.B. 1...Tc3 2.Kd6 Kxh5 3.c7 Kg4 4.c8D+ Txc8 5.Txc8 f2 6.Tf8 Kg3 7.Ke5 Kg2 8.Ke4 f1D 9.Txf1 Kxf1 ½–½). Doch Hanns nahm zuerst auf h5 und ließ so nach Txf3 ein verlorenes Bauernendspiel zu. Der Gegner machte den Sack zu und wir blieben auf 3½ Punkten sitzen.
Aber auch in so einer Situation ist die Elfte um weise und in ihrer Form trockene Kommentare nicht verlegen: "Am Matchverlust ist nicht nur ein Spiel schuld." Udo Figger brachte es dann auf den Punkt: "Jetzt sind wir so richtig heiß!"
Rolf (links): "Endlich akklimatisiert!" und Johannes (rechts)
Noch mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet, tatsächlich nach zwei Spieltagen auf einem Abstiegsplatz und durch einen Zwischenspurt gen Mittelfeld, sind die Abstiegsplätze wieder in greifbare Nähe gerückt. Und in den verbleibenden zwei Matches geht es zu den diesjährigen Aufstiegsaspiranten Königsspringer und Bille! Aber wie konnte es dazu kommen? Die Antwort liegt in der bereits oben angedeuteten "mannschaftlichen Geschlossenheit", denn fast jeder kann sein Potenzial aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Entfaltung bringen. So geht auch die Niederlage gegen SKJE 3 in Ordnung, obwohl doch ein 4:4 möglich gewesen wäre. Nachdem Kurt Kahrsch kurzfristig für den an Zahnschmerzen leidenden Reiner Basteck einsprang (gute Besserung!), "vergurkte" er seine Partie zum 0:1. In der Folge konnte Helge Hedden einen unbegründeten Angriff seines Gegners widerlegen und den vollen Punkt einfahren. An Brett 4 war es ein Spiel auf ein Tor und zwar auf das von Christoph Bohn. Aber nachdem sein Gegner etliche gute Chancen in diesem Einbahnstraßenschach vergab, kam es, wie es oftmals auch im Fußball kommen muss: Christoph markierte den entscheidenden Treffer und schrieb sich einen Punkt gut. Leider verdarb Udo Figger seine interessante Position ( s. Partie), so dass es 2:2 stand.
Blieb nur noch Hanns. Es stand 3½:3½
Stellung nach Th8-f8
Hier hätte 1. … Tc3 mit nachfolgendem Kxh5 Remis gemacht. Die Idee ist, bei Zeiten den eigenen Turm für den gegnerischen Freibauern zu geben und den eigenen Freibauern unter dem Schutz des Königs nach vorne zu bringen, so dass auch Weiß seinen Turm für den Bauern geben muss (z.B. 1...Tc3 2.Kd6 Kxh5 3.c7 Kg4 4.c8D+ Txc8 5.Txc8 f2 6.Tf8 Kg3 7.Ke5 Kg2 8.Ke4 f1D 9.Txf1 Kxf1 ½–½). Doch Hanns nahm zuerst auf h5 und ließ so nach Txf3 ein verlorenes Bauernendspiel zu. Der Gegner machte den Sack zu und wir blieben auf 3½ Punkten sitzen.
Aber auch in so einer Situation ist die Elfte um weise und in ihrer Form trockene Kommentare nicht verlegen: "Am Matchverlust ist nicht nur ein Spiel schuld." Udo Figger brachte es dann auf den Punkt: "Jetzt sind wir so richtig heiß!"
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